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Welche Regalarten werden in der Lagertechnik genutzt?

Regale sind in einem Lager unverzichtbar. Sie dienen nicht nur zum Aufbewahren und Stapeln des Lagerguts. Als ordnende und tragende Elemente sorgen sie dafür, dass das Unternehmen möglichst viele Lagergüter kostensparend auf kleiner Fläche platzieren und ohne großen Aufwand entnehmen kann.

Arten von Regalen

Im industriellen und handwerklichen Bereich werden die unterschiedlichsten Regale genutzt. Damit sie die Anforderungen an Stabilität, Standsicherheit und Langlebigkeit erfüllen, bestehen sie meist aus Stahl. Palettenregale sind die am häufigsten verwendeten Regale. Werden sie per Hand befüllt und geleert, handelt es sich um statische Lagerung. Geschieht das vollautomatisiert, spricht man von dynamischer Lagerung.

Palettenregale dienen der Lagerung von Europaletten. Ihre Rahmenteile werden so miteinander verschraubt, dass dazwischen genügend Platz für eine Quer- oder Längslagerung der Paletten besteht. Als tragende Elemente werden Traversen in die Regalseiten eingehängt. Das Lagergut befindet sich auf den Paletten und wird mit diesen ein- und ausgelagert. Palettenregale niedrigerer Höhe werden manuell betrieben. Ihre oberen Ebenen müssen allerdings mit einem Flurförderzeug beladen werden. Hochregalanlagen erfordern eine Automatisierungslösung.

Weitspannregale ähneln Palettenregalen und sind für leichtere großformatige Lagergüter bestimmt. In die belastbaren Stahlträger werden Traversen eingehängt. Hinzu kommen Regalböden aus Gitterrosten oder Spanplatten, auf denen das Lagergut deponiert wird. Sollen Europaletten aufbewahrt werden, ist das aus statischen Gründen nur auf der Bodenebene möglich. Weitspannregale eignen sich immer dann, wenn Ware von mindestens 2.700 mm Breite abgelegt werden soll. Die Fächerhöhe kann 1.000 mm überschreiten.

Kragarmregale benötigt der Betrieb zum Lagern von Langgut (Rohren, Brettern). Sie bestehen aus einem Ständer, an dem auf jeder Ebene mehrere Kragarme befestigt sind. Sie dienen zum Aufnehmen der Lasten. Kragarmregale können sogar beidseitig beladen werden, sind aber aufgrund ihres ungünstigen Lastschwerpunkts nicht allzu hoch. Sie ermöglichen die optimale Liegendaufbewahrung von Langgut und sperriger Ware. Manche Firmen setzen rollbare Kragarmregale niedriger Bauhöhe ein.

Einfahrregale werden mittels Gabelstapler bestückt. Alle Güter haben dieselbe Breite und werden von der obersten Ebene an abwärts und von nur einer Seite aus ein- und ausgelagert. Dabei wendet man das LiFo-Prinzip an.

Fachbodenregale dienen der Aufbewahrung kleiner Mengen im Kommissionierlager. Sie werden lose oder verpackt auf den herausnehmbaren Fachböden abgestellt. Bei Regalhöhen von weniger als drei Metern können sie ohne technische Hilfsmittel bestückt werden. Höhere Fachbodenregale erfordern den Einsatz spezieller Kommissionierstapler. Die kostengünstigen Regale lassen sich sogar beidseitig von einem Schienenfahrzeug aus beladen.

Verschieberegale nutzen den vorhandenen Platz optimal aus, weil sie sich manuell oder elektrisch angetrieben auf Schienen zusammenschieben lassen. Sie werden meist zur Aufbewahrung großer Mengen nichtdrehender oder langsamdrehender Güter oder aber als Pufferlager eingesetzt.

Durchlaufregale sind so konstruiert, dass ihre Ebenen ein leichtes Gefälle haben. Die auf Ladungsträgern wie Paletten abgelegten Güter stehen auf Rollenbahnen und fahren nach der Bestückung zur Regalinnenseite. Durchlaufregale eignen sich zur Aufbewahrung größerer Mengen, weil Paletten mit denselben Waren platzsparend hintereinander abgestellt werden. Weil Ein- und Auslagerung auf verschiedenen Seiten erfolgen, können zwei Personen gleichzeitig an demselben Regal arbeiten. Für die Lagerung verderblicher Ware gilt die FiFo-Regel.

Optimale Raumnutzung im Palettenlager


Unternehmen wissen, dass Lagerplätze teuer sind. Pro Palettenplatz und Woche fallen zwei bis drei Euro Lagerkosten an. Aufgrund des steigenden Kostendrucks auf dem Weltmarkt sind sie gezwungen, die bestehenden Einsparpotenziale noch besser auszuschöpfen. Eine innovative Lösung, die Lagerdichte zu erhöhen, ist ein halbautomatisches Shuttle, das bei der Kompaktlagerung auf Paletten aufbewahrter Güter eingesetzt wird. Kompaktlagerung bedeutet, dass mehrere Lagereinheiten von der Einlagerungsseite her gesehen hintereinander aufbewahrt werden. Das spart Platz und Kosten. Besonders bemerkbar machen sich die Einsparungen in Großlagern mit einer Vielzahl ähnlicher Paletten. Firmen, die kaum noch Lagerfläche zur Verfügung haben, könnten so ihr Platzproblem lösen.

Kompaktlagerung wird auch als Kanallagerung bezeichnet: Die Ware wird in Kanälen abgestellt und so auch wieder herausbewegt. Das funkgesteuerte Shuttle macht dies möglich. Es wird nach Bedarf von einem Gabelstapler zum nächsten Lagergang transportiert. Sein von einem Elektromotor angetriebener Lastträger lagert die Artikel in die Kanäle des Regals ein und von diesen wieder aus. Das Shuttle lässt sich zur flexiblen Aufbewahrung mehrerer Produktlinien einsetzen. Die Entnahme des Lagerguts erfolgt entsprechend dem FiFo- oder FiLo-Prinzip. Das Shuttle verfügt außerdem über eine Bordelektronik, die Hindernisse via Scanner erkennt und arbeitet am Regal völlig selbstständig.